Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Hegi Motorspatz

Konstruktion: 1962 Karl-Heinz Denzin
Erbauer: Ludwig Schmidberger
Spannweite: 203 cm
Gewicht ohne Akku: 860g

Der Bauplan des Schuco/Hegi Motorspatz ist erhältlich beim Planarchiv Paul Hucke (www.paul-hucke-archiv-antik.de).

Der Hegi Motorspatz ist ein vorbildähnlicher Motorsegler. Vorbildähnlich vorallem deshalb weil damals die Spannweite im Verhältniss zur Rumpflänge auf ein schachteltaugliches Maß gekürzt wurde. Wer also auf ein Semi-Scale Modell und nicht auf einen Antiksegler wert legt sollte lieber zum kleinen Motorspatz von Topp-Rippin oder Steinhardt greifen. Der Rumpf ist in Halbschalenbauweise aufgebaut, was ein großes Maß an Präzision beim Bau erfodert, damit die Rumpfhälften später verzugsfrei zusammenpassen. Die Rippen und Spanten wurden wieder in CAD nachgezeichnet und anschließend CNC gefräst wodurch saubere Straks der Leisten und absolut symmetrische Bauteile für die Rumpfhälften entstehen.

 

Die Steckung wurde dem antiken Vorbild entsprechend als Zugensteckung ausgeführt. Nach dem Rohbau der ersten Rumpfhälfte wird der Plan eingeölt und gewendet. Darauf entsteht nun die zweite Rumpfhälfte.

Vorgesehen ist der Hegi Motorspatz für Verbrennermotoren mit 1-1,7 cm³. Gerade für einen Segler ist dies natürlich nicht mehr ganz zeitgemäß. Mein Motorspatz erhielt deshalb einen Brushless-Elektroantrieb. Folgende Komponenten sind verbaut:

Motor- Hacker 20-22 L, Luftschraube 9X6, Regler 30A, Lipo-Akku 3S 1100 mAh

Statt der Nasenverkleidung aus einem Balsaklotz wurde eine GFK-Motorhaube über einer Styroporform geschafften. Diese hat hinten einen Spant mit Löchern ähnlich einem Bettbeschlag. Somit ist die ganze Haube jederzeit abnehmbar und der ganze Antrieb gut zugänglich. Viel Arbeit hat auch die Kabinenhaube gemacht für die erst ein Formklotz erstellt werden musste.

Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Einem vorbildähnlichen Antikmodell unterstellt man gerne hohes Gewicht und mittelmäßige Flugeigenschaften als Zugeständniss an das Aussehen. Nicht so der M-Spatz - Steigleistung, Segelflugeigenschaften und Sinkrate sind überraschend gut.