Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Funkstar

Konstruktion: Werner Kruse (1959)
Erbauer: Ludwig Schmidberger
Spannweite: 190 cm
Gewicht: 3760g

 

Beim Antiktreffen in Bobingen sah ich das Traummodell meiner Jugendzeit: den Funkstar. Sofort wurde der Entschluß gefasst, das wird mein nächstes Bauprojekt. Der Plan dafür lag schon über 50 Jahre in meiner Bauplankiste. Jetzt als Rentner hatte ich endlich die Zeit, dieses Modell zu bauen. Der Funkstar wurde in fast zweijähriger Arbeit in Anlehnung an das amerikanische Reiseflugzeug Cessna 170 von Werner Kruse entwickelt. Der Funkstar, so schreibt W.Kruse in seiner Anleitung, ist kein Modell für Anfänger. Er setzt nicht nur bauliche Erfahrungen, sondern, wie alle Mehrkanalmaschinen, auch eine erhebliche Übung in der Steuertechnik voraus. Vom Funk-Star gibt es zwei Varianten - eine mit Dreibein- und eine mit Spornfahrwerk. Ich entschied mich für Version mit Spornrad. Um den Bau des Modells zu vereinfachen, fragte ich meinen Schwiegersohn (Robert Kränzlein), ob er mir einen Spanten- und Rippensatz fräsen könnte. Er sagte sofort zu und nach ca. 4 Wochen hatte ich meinen Frässatz.

 

Zum Bau des Modells:

Jeder der schon mal ein Antikmodell gebaut hat, kann auch den Funkstar bauen. Lange habe ich überlegt, ob ich einen Glühzünder oder einen Elektromotor einbauen soll. Letztendlich entschied ich mich für den Elektroantrieb. Als Erstes wurde der Rumpf in Angriff genommen. Abweichend von der Baubeschreibung fertigte ich eine GFK-Motorhaube an, auch wurde ein Formenklotz zum Tiefziehen der Kabinenhaube erstellt. Seiten- und Höhenruder habe ich, abweichend vom Plan, nicht ganz beplankt, sondern nur teilweise und mit Rippenaufleimern versehen. Die Tragfläche wurde mit Querruder gebaut. Bespannt wurde das ganze Modell mit leichter Ponge05-Seide und viermal mit Spannlack gestrichen, anschließend noch lackiert. Die aus der Übersichtszeichnung hervorgehende V-Form von 100 mm wurde auf 50 mm und der Einstellwinkel von 3° auf 1,5° reduziert. Das Einfliegen des Funkstars war total unkritisch, lediglich die Ausschläge der Querruder mussten reduziert werden. Den Funkstar kann man auch wunderbar nur mit Seiten-und Höhenruder fliegen.

Ausgerüstet wird der Funkstar von einem Motor Robbe Roxxy D50-65/08, Regler Hobbyking 80A, Luftschraube 15x10" sowie einem Lipo-Akku 5s 5000 mAh.

Die einzelnen Bauabschnitte und Detaillösungen lassen sich am besten im Bild wiedergeben: