Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Auster Aiglet Trainer

Konstruktion: 1960 Karl-Heinz Denzin
Erbauer: Robert Kränzlein
Spannweite: 120 cm
Gewicht: 1100 g

Das Vorbild - die 'J/5 Aiglet Trainer' - war ein von Auster Aircraft Ltd. hergestellter einmotoriger, abgestrebter Hochdecker, der in zweisitziger Ausführung für Schulung und Kunstflug sowie als dreisitzige Variante als Reiseflugzeug geliefert wurde.

Das Modell wurde 1960 von Karl Heinz Denzin im Maßstab ca. 1:8 konstruiert und von Schuco / Hegi vertrieben. Dabei hat sich K.H. Denzin nicht sklavisch an das Vorbild gehalten, sondern Maße und Rudergrößen den Gegebenheiten des Modellflugs angepasst. Ebenso entfielen die Tragflächenstreben. Vorgesehen waren Motoren von 1 - 1,7 cm² und ein Fluggewicht von 1200 g bei Einsatz einer Fernsteuerung mit einer Rudermaschine für das Seitenruder. Motordrossel und Höhenruder wurden nicht gesteuert.

 

Das Modell ist 'Modell des Jahres 2009/2010' der Antikmodellflugfreunde Deutschland. Der Bauplan ist beim Planarchiv 'Paul Hucke' der Antikmodellflugfreunde erhältlich. Rippen und Spanten habe ich schnell nachgezeichnet und ausgefräst. Das Fahrwerk habe ich nach einigen Fehlversuchen von jemandem schneiden und biegen lassen, der sich mit sowas auskennt. Ein Schreiner sollte einfach die Finger von Blech lassen.

Da mir aus Transportgründen das abnehmbare Fahrwerk und Leitwerk entgegenkamen habe ich beide Details so belassen. Einzig die Eschenholme für die Befestigung des Dieselmotors wurden durch einen Sperrholzspant für einen Brushlessmotor ersetzt. Ich entschied mich für einen Robbe Roxxy 3536-06 mit einem 3-zelligen LiFe-Akku, da diese Motoren hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl bringen. Durch eine verstellbare Ramoser Luftschraube kann ich die Antriebsauslegung dann jederzeit fein justieren.

Da die Aiglet Trainer nicht gerade ein filigranes Flugzeug ist habe ich mich entschieden, mich zum ersten Mal an einer Seidenbespannung zu versuchen. Horrorgeschichten, über völlig verdrehte Tragflächen und unter Spannung brechende Rippen hatten mich bisher davon abgehalten. Im Bastelbedarf (Opitec) entdeckte ich dazu Seidenschals aus Ponge 05 Seide, die eine hervorragende Grundlage für Tragflächenbespannungen bilden und kaum Verschnitt übrig lassen. Das Ergebniss: Seidenbespannungen sind auch nicht schwieriger als Papier oder Vliesbespannungen. Ich bin mit dem Ergebniss und vorallem der Festigkeit äusserst zufrieden. Lediglich den Rumpf habe ich mit Papier und Tapetenkleister beklebt als Grundierung.