Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Sturmvogel

Konstruktion: 1952 Karl Heinz Denzin
Erbauer: Robert Kränzlein

Spannweite: 157 cm
Gewicht: 440 g

 

Beim Sturmvogel handelt es sich um ein Segelflugmodell mit dem Karl-Heinz Denzin 1952 die Deutsche Meisterschaft in der Klasse A2 gewann. Der Bauplan wurde anschließend im Verlag Carl Lange veröffentlicht. Ursprünglich war der Sturmvogel als A1-Modell gedacht. Nach einer Regeländerung aber durch Vergrößerung von Tragfläche und Leitwerk an die A2-Klasse angepasst. Der Sturmvogel hat einen filigranen Rumpf der praktisch nur aus 3x5 und 2x3 mm Kiefernleisten besteht. Nur der untere Rumpf hat 4 kleine Sperrholzspanten. Das Leitwerk ist ein V-Leitwerk mit einem zusätzlichen Seitenruder. Da das Modell damals ein Freiflugmodell war, diente das Seitenruder der Trimmung und der Kurvensteuerung während der Start- bzw. Flugphase. Zusätzlich wurde der Einbau eines Fallschirms als Thermikbremse empfohlen, der durch eine Glimmschnur ausgelöst wurde. Die Rippen bestehen aus 1 mm Sperrholz und sind stark gewölbt. Nur die Leitwerksrippen bestehen aus 2 mm Balsa.

 

Der Sturmvogel war eigentlich mein erstes Denzin-Modell und da inzwischen 5 Stück beim MF Inchenhofen fliegen ar es höchste Zeit dazu einen Baubericht zu schreiben. Damals vorgesehen war eine Papierbespannung. Wir verwenden Antikvlies oder Seide. Nachdem meine beiden ersten Sturmvögel (einmal normal und einmal als Elektrosegler) mit Vlies bespannt sind und im Laufe der Jahre sich einige Flicken angesammelt haben beschloss ich einen dritten Sturmvogel zu bauen und diesmal mit Seide zu bespannen. Weitere Änderungen waren die um 2 mm breite Rumpfspitze damit ein 4-zelliger Empfängerakku ganz vorne untergebracht werden kann sowie der Verzicht auf die Ansteuerung des Seitenruders zur Gewichtsreduzierung. Die CNC-Fräse kam diesmal nur für die Rippen zum Einsatz - der Rumpf ist und bleibt reine Handarbeit.

Ein besonderes Augenmerk bei den Photos habe ich auf die Seidenbespannung gelegt. Vor diese haben scheinbar viele Modellbauer regelrecht Angst. Wenn man es allerdings erst einmal ausprobiert hat ist eine Seidenbespannung nicht schwieriger als eine Papierbespannung.


Der gezeigte Sturmvogel hat seinen Erstflug beim Antiktreffen in Bobingen mit 2 schönen Thermikflügen absolviert. Wie schon oben erwähnt fliegen bei uns eine ganze Reihe von Sturmvögeln, die hier auch Ihren Platz finden sollen. Der Sturmvogel trägt seinen Namen übrigens zu Recht - er fliegt auch gut bei frischem Wind am Hang.