Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Electra

Electra

Konstruktion: 1955 F.W.Biesterfeld
Erbauer: Ludwig Schmidberger
Spannweite: 138 cm
Gewicht: 1135 g

 

Ausnahmsweise kein Denzin-Modell hat sich Ludwig Schmidberger für sein neuestes Bauprojekt ausgesucht. Die Electra von Biesterfeld sollte es sein. Der Name Electra entstammt der grichischen Mythologie und bedeutet 'Die Klare'. Von elektrischen Antrieben in Flugmodellen war damals noch nicht die Rede. Vorgesehen war ein Taifun Tornado. Der Nachbau erhielt trotzdem einen modernen Robbe Roxxy Brushless Motor 3535-16.

Die Anleitung bezeichnet die Electra als Kabinen-Freiflugmodell mit Funkfernsteuerung. Maximale inherente Flugstabilität gewährleistet bestmögliche Steuerbarkeit und sekundenschnelle Ruder-Reaktionen. Das Modell ist bruchsicher. Der voluminöse Rumpf diente der Aufnahme eines Röhrenempfängers, eines Schaltsterns zur Steuerung des Seitenruders sowie einer Anodenbatterie, einer Speisebatterie für den Schaltstern und einer Heizbatterie für den Empfänger.

Der ganze Konstruktion zeigt deutlich, daß damals niemand an eine industrielle Herstellung eines Flugmodells dachte. Das Modell wurde gebaut, getestet, geändert und schließlich zu Papier gebracht ohne Rücksicht auf eine rationelle Fertigung oder nur halbwegs einheitliche Materialstärken. Aus diesem Grund sind auch ein DINA0 und drei DIN A1 Baupläne notwendig um alle Details der Konstruktion darzustellen.

Rippen und Spanten wurden CNC gefräst. Trotzdem verlangt der Bau noch einiges an handwerklichem Geschick, bis das Modell startbereit ist. Die ersten Flüge haben aber das Werbeversprechen von damals bestätigt: Maximale Stabilität und sekundenschnelle Rudereaktionen sind auch mit einem Antikmodell möglich.