Modell-Flugsport Inchenhofen e.V.

Tele-Edith

Tele-Edith

Konstruktion: 1958 Karl-Heinz Denzin
Erbauer: Ludwig Schmidberger
Spannweite: 198 cm
Gewicht: 655 g

Die Tele-Edith war eine Fortentwicklung der Edith 3 zu einem ferngesteuerten Modell. Nach dem Aufkommen des ferngesteuerten Modellflugs entwart Karl-Heinz Denzin kurzerhand einen neuen Rumpf zur Weiterverwendung vorhandener Tragflächen seines A2-Modells. Bei diesem waren die beiden Flächenhälften zusammengesteckt und mit Gummiringen auf dem Rumpf befestigt. Am neuen Rumpf wurde die beiden Flächenhälften seitlich an einem höckerartigen Deckel angesteckt, wodurch sich die Spannweite von 194 auf 198 cm vergrößerte.

Die Edith 3 hatte einen stabförmigen Rumpf mit einer Keule vorne und einem unten liegenden Leitwerk. Die Tele-Edith erhilt dagegen einen Kastenrumpf mit T-Leitwerk. Gesteuert wurde nur das Seitenruder mittels eines Schaltsterns. Die Tele-Edith war damals gar nicht als Bauplan vorgesehen, sondern erschien als Artikel in der Zeitschrift 'modell' als Anregung wie man vorhandene Freiflugmodelle zu RC-Modellen umbauen könnte.

Aus heutiger Sicht erscheint der Rumpf äußerst geräumig. Damals war er von vorne bis hinten ausgefüllt mit dem Empfänger, den Batterien, dem Schaltstern und dessen Gummi. Die Änderungen für den heutigen RC-Betrieb beschänken sich auf einen kleinen Erhöhung des Seitenleitwerks um das Höhenleitwerk als Pendelleitwerk ausführen zu können. Auch erhielt die Tele-Edith eine abnehmbare Elektroseglernase für den Betrieb im Flachland. Fläche und Rumpf wurden soweit wie möglich vorbildgetreu ausgeführt. Allerdings machten - trotz Elektromotor - die leichten Komponenten einige Erleichterungsbohrungen im Leitwerk notwendig um ohne Blei fliegen zu können.